Philipp Dabringer ist seit 90 Monaten Fußball-Trainer des SV Dellach/Gail. Zu seinem 40. Geburtstag sprach er mit der WOCHE über Persönliches und Sportliches.

WOCHE: Herzlichen Glückwunsch zum 40. Geburtstag. Wie fühlen sich fast vier Jahrzehnte Fußball an?
PHILIPP DABRINGER: Herzlichen Dank! Als Tabellenzweiter in der Kärntner Liga fühlt es sich sportlich natürlich sehr gut an. Doch das Wichtigste im Leben ist die Gesundheit. Sie ist eine Grundvoraussetzung für ein glückliches und zufriedenes Leben. 

Wann begann eigentlich Ihre Fußball-Karriere?
Bereits im Volksschulalter galt jede freie Minute dem Kicken im elterlichen Garten in Greifenburg. Mit zehn Jahren erfolgte dann endlich beim SV Greifenburg der Einstieg in den Mannschaftssport. Eine richtige Fußballer-Karriere wurde es aber nicht. In den Ligen, in denen ich spielte, würde ich es eher als Ausgleichs- oder Hobbysport bezeichnen.

Warum dann jetzt die zeitintensive Herausforderung als Trainer?
Das war eigentlich nicht so geplant. Ich bin glücklicher Familienvater von drei Buben, im Berufsleben selbstständiger Unternehmer in der Platten- und Fliesenverlegung. Aber mit meiner Gattin Eva habe ich eine Ehefrau an meiner Seite, die mich zu hundert Prozent unterstützt. Nur so war es mir damals auch möglich, vorerst als interimistischer Trainer einzusteigen.

Damit waren Sie vom Trainer-Virus erfasst.
Ja, so könnte man es sagen. Wir gewannen den Titel und stiegen in die Kärntner Liga auf. Aber taktische und spielerische Varianten interessierten mich als Spieler schon immer. Jetzt kann ich dies als Kampfmannschaftstrainer in Dellach und U10-Trainer in Lendorf selbst ausarbeiten. 

Sie lieben die Konstanz?
Stimmt, ich bin seit 90 Monaten beim SV Dellach/Gail – etwas sehr Ungewöhnliches im Trainerjob. Daher danke ich Mannschaft und Vorstand für Einsatz und Vertrauen. Erfolg ist nur im Team möglich. Wir erreichen die gesteckten Ziele fast immer, meistern Rückschläge und haben mit Marco Längle einen absoluten Profi als Sektionsleiter im Verein. Er führte Dellach/Gail zu einem Vorzeige-Verein.

Ein Funktionär mit Weitblick und Teamspirit?
Exakt. Gemeinsam bauten wir die besten Spieler des Oberen Gailtals in die Elf ein. Der Verein erhielt dadurch eine ganz andere Identifikation, die sich vor allem beim Zuschauer-Interesse niederschlägt. Aber auch die Infrastruktur wurde Jahr für Jahr verbessert. Unser modernes Sportstadion ist ein Schmuckkästchen.

Was hat Ihnen in den vergangenen Monaten am meisten imponiert?
Wie meine Elf den verletzungsbedingten Ausfall von Torjäger Samir Nuhanovic wegsteckt, sich entwickelt, aus seinem Schatten heraustritt, für ihn Spiele und den Vize-Herbstmeistertitel gewinnt. Nun sind die Top drei und eine Teilnahme im ÖFB-Cup die nächsten Ziele.

ZUR PERSON
Name:
 Philipp Dabringer
Geburtstag: 30. Oktober 1980
Gattin: Eva 
Kinder: Matteo, Maximilian und Elias  
Wohnort: Steinfeld/Drau
Verein: SV Dellach/Gail

Quelle: Meine Woche/Peter Tiefling