Mandler GmbH ist mit 2.374.900 Euro überschuldet. Der hochmoderne Tischlerei-Betrieb strebt eine Fortführung des Betriebes sowie den Abschluss eines 20 %-igen Sanierungsplanes an. 

 Die Mandler GmbH in Greifenburg ist insolvent, die Überschuldung beträgt 2.374.900 Euro. Die Schuldnerin strebt eine Fortführung des Betriebes sowie den Abschluss eines 20 %-igen Sanierungsplanes an.

hochmoderne Tischlerwerkstätte
Betrieben wird von der Schuldnerin eine hochmoderne Tischlerwerkstätte, die sich im Wesentlichen auf den Innenausbau von Luxusyachten spezialisiert hat. Ursächlich für die Überschuldung sind aufgetretene Probleme bei mehreren Projekten, woraus letztlich Umsatzrückgänge zu verzeichnen waren. Im Jahr 2019 hat die Schuldnerin begonnen, Leistungen im Bereich der Fertigung von Sichtmetallen zu erbringen und hierfür eine eigene Abteilung geschaffen. Ein Auftrag für Türgriffe auf einem Schiff konnte nicht gewinnbringend abgewickelt werden, sodass negative Ergebnisse erwirtschaftet wurden. Zusätzlich kam es bei zwei Projekten zu erheblichen Mehraufwendungen im Bereich Oberflächenbearbeitung, wodurch es zu zeitlichen Verzug und aufgetretenen Mängeln gekommen ist, die von der Auftraggeberin nicht entsprechend honoriert wurden.
Aufgrund der schlechten Geschäftsentwicklung im Jahr 2019 hat die Hausbank der Schuldnerin Kredite fällig gestellt. Mangels liquider Mittel ist die Schuldnerin weder in der Lage fällig gestellte Kredite fristgerecht rückzuführen, noch die sonst fälligen Verbindlichkeiten zu bedienen.

Sanierungsplan wird angestrebt
Die Passiva belaufen sich auf 5.440.900,00 Euro. Von der Insolvenz sind rund 130 Gläubiger betroffen. Die Aktiva betragen 3.066.000,00 Euro, sodass eine Überschuldung von 2.374.900,00 Euro gegeben ist.  Angestrebt werden die Fortführung des Betriebes sowie der Abschluss eines Sanierungsplanes mit einer Quote von 20 %. Beabsichtigt ist hierbei auch, dass der Teilbetrieb der Metallverarbeitung geschlossen wird und hier drei Dienstnehmer gekündigt werden sollen. Forderungsanmeldungen können bis 24.02.2020 über den AKV unter klagenfurt@akveuropa.at angemeldet werden.

Markus Mandler ließ der Woche Spittal folgende Stellungnahme zukommen, die wir gerne veröffentlichen.

Quelle: Meine Woche/Thomas Dorfer