In einer Plauderstunde hat Arnold Mettnitzer auf Schloss Greifenburg sein neues Buch “Der ermutigte Mensch” präsentiert.

 Just in dem Moment, in dem Mettnitzer während seiner sonntäglichen Matinée Rainer Maria Rilke mit den Worten zitierte: “Die größte Resonanz, die wir finden können, ist die Stille” donnerte es heftig.

Das Gewitter passte zur anheimelnden Atmosphäre, in der die Besucher in den von Claudia und Marko Peschl renovierten Räumen des aus dem 12. Jahrhundert stammenden Anwesens Gedanken verloren den schnöden Alltag hinter sich lassen konnten. Auf Initiative von Willi Pleschberger wurde, wie er sagte, der Dreiklang “Musik – Schloss – Arnold” geschaffen, unterstützt von der Theologin Brigitte Stocker. Die Leiterin des Tageszentrums Möllbrücke war mit ihrem Mann Wolfgang erschienen, immediate past president von Kiwanis/Spittal.

Nicht allein sein

Wie ein roter Faden zog sich die Erkenntnis des Seelsorgers und Psychotherapeuten, dass das Leben erst dann schön sei, wenn wir “das Gefühl haben, nicht allein zu sein”. Der Mensch, so das Credo seines jüngsten Buches, strebe nach Zugehörigkeit, Bestätigung, Widerhall – nach Resonanz. Bereits unmittelbar nach seiner Primiz sei ihm klar geworden, auch wenn er den “schönsten Beruf” habe, den es gibt, werde er nicht ein Leben lang Priester bleiben, denn: “Wenn ich heimkomme, brauche ich jemanden, an den ich mich kuscheln kann”, so der am 19. November 1952 in Gmünd geborene Ehemann.

Steirische in Vollendung

Die Resonanz auf die Buchpräsentation bei freiem Eintritt war so groß, dass nach und nach immer mehr Sitzgelegenheiten geschaffen werden mussten.

Musikalisch begleitet wurden die aufmuntenden Worte von HLW-Lehrer Herbert Lobak auf der Gitarre, vor allem von den wundervollen Klängen, die Sohn Christoph der Steirischen Harmonika entlockte.

Im Anschluss an die eineinhalbstündige Symbiose von Wort und Musik signierte Mettnitzer seine Werke, mitgebracht von “Nest”-Buchhändlerin Barbara Kreiner.

Geschwister auch gekommen

Unter den Zuhörern, die den widrigen Wetterverhältnissen getrotzt hatten, waren die Geschwister Josef Mettnitzer und Ingrid Striedinger, Landtagsabgeordneter Ferdinand Hueter sowie der Steinfelder Bürgermeister Ewald Tschabitscher mit Gattin Christiane. Weitere Gäste waren Ingrid Sommer, Bildungsreferentin der katholischen Kirche, Bildhauerin Johanna Tschabitscher, Lobak-Cousin Helmut Riepler mit Gattin Anna sowie der frühere BORG-Lehrer Sepp Gracher, Gmünd.

Quelle : Meine Woche/Michael Thun

Bilder: Kleine Zeitung / Willi Pleschberger